Warmluft getrocknetes Heu                                                                      weil „Staub“ nicht gleich „Staub“ ist

Das Heu wird zum Verfüttern aufgeschüttelt und man steht in einer Staubwolke – keine Seltenheit in vielen Pferdeställen.

 

 

Doch, was ist eigentlich dieser Staub und ist dieser Staub für mein Pferd gefährlich?

 

 

Pferde sind Steppentiere und durch das Abrupfen von Gräsern nimmt ein Pferd immer einen gewissen Teil Erdstaub oder Sand mit auf. Auch beim Wälzen stehen Pferde oft in dichten Staubwolken und fühlen sich pudelwohl dabei. Dieser Staub von Erde oder Sand ist im Allgemeinen für Pferde nicht schädlich, solang er nicht überhandnimmt.

 

 

Gefährlich sind die Schimmelsporen, die ebenfalls als Staub wahrgenommen werden. Diese Schimmelstaubpartikel sind lungengängig und setzen sich in den Lungen der Pferde ab. Hierdurch entsteht die Allergie, welche beim Pferd landläufig als „Stauballergie“ bezeichnet wird. Die allergischen Reaktionen auf diese Schimmelsporen lassen das Pferd husten. Es kann sein Lungenvolumen nicht mehr ausschöpfen und wird dadurch in seiner Leistungsfähigkeit als Lauftier eingeschränkt. Dies kann sogar bis zur Dämpfigkeit des Pferdes führen.

 

 

Durch technische Warmlufttrocknung können wir garantieren, dass die Belastung an lungengängigen Schimmelpilzsporen absolut gering ist und der höchstmögliche Ausschluss erfolgt. Dies ist bei der üblichen  Trocknung von Heu am Boden unter freiem Himmel durch verschiedene Witterungseinflüsse oft nicht zu gewährleisten. Durch die Restfeuchte im Heu bildet sich eine äußerst günstige Grundlage für Schimmelpilze.

 

 

Pferde mit Atemwegsproblemen und Stauballergien können mit  warmluftgetrocknetem Heu besser versorgt werden. Das warmluftgetrocknete Heu zeichnet sich im Besonderen durch eine höhere Hygiene und einen deutlich höheren Nährstoffgehalt im Gegensatz zum bodengetrocknetem Heu aus. Besonderes beim Bergwiesenheu können durch die Warmlufttrocknung die hohen Kräuteranteile und Nährstoffe besser erhalten werden.

 

 

Der „Staub“ bestehend aus Erd- oder Sandpartikeln sowie kleinen Heu- und Kräuteranteilen, der beim Aufschütteln bzw. beim Befüllen der Heunetze entstehen kann, ist natürlichen Ursprungs und für die Pferde nicht gefährlich. Es handelt sich dabei meistens um kleine Heupartikel (Blütenstände, Kräuter, etc.), die beim Zusammenpressen stark verkleinert wurden.

 

 

Erd- und Sandstaub kann zusätzlich durch eine maschinelle Entstaubung zu einem großen Prozentsatz verringert werden. Jedoch kann auch eine maschinelle Entstaubung keine 100%ige Freiheit von Erd – und Sandpartikel garantieren. Größere Erdklumpen, welche sich trotz aller Sorgfalt im Heu befinden können, werden durch die Warmlufttrocknung soweit getrocknet, dass keine Restfeuchte bestehen bleibt. Dadurch können sich auch beim Zusammenpressen des Heus in Ballenform keine Schimmelsporen bilden.

 

Rundballen und Quaderballen können nicht zusätzlich maschinell entstaubt werden. Diese werden möglichst staubarm produziert.